Bei der in Mecklenburg-Vorpommern gelegenen Müritz handelt es sich um den größten vollständig innerhalb Deutschlands gelegenen Binnensee. Die Ausdehnung des Gewässers beläuft sich in Nord-Süd-Richtung auf neunundzwanzig und in Ost-West-Richtung auf dreizehn Kilometer, die vollständige Umrundung mit dem Fahrrad oder Rennrad an einem einzigen Tag ist möglich.
Schöner ist aber ein längerer Radurlaub, der genügend Muße zur Entdeckung der schönen Landschaft gibt. Diese unterscheidet sich am Ost- und am Westufer deutlich. Während auf dem westlichen Ufer überwiegend Wiesen und Wälder sowie Felder zu finden sind, ist das östliche Ufer durch den Bewuchs mit Schilfrohr sowie durch Bruchwald gekennzeichnet.
Die Campingplätze an der Müritz bieten ideale Voraussetzungen für Tagestouren. Abstellplätze für das Rennrad sind ebenso selbstverständlich wie ein Zeltplatz für eine Nacht oder den gesamten Urlaub. Der Platz bei Waren trägt den schönen Namen “Kamerun” und gehört zu den am besten bewerteten Campingplätzen in Mecklenburg-Vorpommern.
In der Stadt Waren bietet das Müritzeum einen umfassenden Einblick in die Lebenswelt norddeutscher Süßwasserseen sowie umfangreiche Informationen über die Mecklenburgische Seenplatte. Als Bauwerke sind sowohl die St.-Marien- als auch die St-Georgen-Kirche mit einem sehr schönen Altar und einer sehr aussagekräftigen Kreuzigungsgruppe zu erwähnen. Im Stadthafen sind besonders die Speichergebäude auffällig.
Die Müritz ist natürlich ein ideales Gebiet für den Wassersport. Das Schwimmen und Baden ist an vielen gepflegten Stränden möglich, ebenso lassen sich Tret- und Ruderboote ausleihen. Wer für einen Tag das Rad durch ein Motorboot ersetzen möchte, kann sich diesen Wunsch leicht erfüllen, da auf der Müritz kein Motorboot-Führerschein erforderlich ist, eine kurze Einführung durch den Bootsverleiher reicht aus.
Ein mit dem Fahrrad leicht zu erreichendes Ausflugsziel ist die Stadt Neustrelitz. Das ehemalige Schloss wurde nicht erhalten, die Schlosskirche kann jedoch ebenso besichtigt werden wie die Orangerie, welche heute als Konzertsaal und Restaurant Verwendung findet. Die ehemalige Kirche wird heute für Kunstausstellungen benutzt. Ein Modell des ehemaligen Schlosses kann in der Orangerie besichtigt werden. Im ehemaligen Bahnbetriebswerk befindet sich noch ein fast vollständig erhaltener Ringlokschuppen, in der früheren Kantine ist ein Gemälde interessant, welches Szenen aus dem Arbeitsleben der Bahnbeschäftigten realistisch darstellt.